• Es ist zwar noch einige Tage hin bis zum Jahreswechsel, doch sind mit der letzten Sitzung des Gemeinderats am 10.12. (bei der ich leider krankheitsbedingt fehlen musste) alle wichtigen Weichen für das laufende und beginnend für das kommende Jahr gestellt worden. Mein Fazit für 2012 lautet: Es ist ein gutes Jahr gewesen! Doch was war eigentlich los im abgelaufenen Jahr in unserer Gemeinde. Ich versuche mich einmal mehr in einem kleinen und kurzen Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse…

    Im zeitigen Frühjahr haben Rat und Verwaltung einmal mehr die Weichen für den Ausbau der Betreuung in unserer Kita gestellt. Durch den im kommenden Jahr greifenden Rechtsanspruch für Kinder ab einem Jahr mussten wir bei Bildung und Betreuung nochmals nachlegen. Logisch auch, dass im neuen Gebäude, das mit großer Unterstützung der katholischen Kirchengemeinde auf deren Grund und Boden entstehen wird, auch neue Kolleginnen oder Kollegen gebraucht werden, um unsere Kleinsten zu betreuen. Hoffen wir, dass der Ausbauboom, der nun schon fast ein Jahrzehnt anhält, nun auf sehr hohem Niveau stagniert! Denn mit dem Ausbau von Hort und Kernzeit steht eine weitere kostenschwere Aufgabe vor uns, die wir im neuen Jahr mit Hochdruck angehen müssen. Langsam ähnelt unser Haushalt immer mehr dem unseres Landkreises: Der „Sozialetat“, zu dem auch unsere Kitas gehören, hat einen immer höheren Anteil an den kommunalen Ausgaben und schränkt die Gemeinden bei anderen wichtigen Zukunftsaufgaben langsam, aber sicher immer mehr ein. Mir ist dieses Thema sehr wichtig und steht bei mir und zahlreichen Gemeinderäten weit oben auf der Agenda. Aber sehr oft denke ich in letzter Zeit bei den vielen meist in Berlin und Stuttgart beschlossenen „Wohltaten“ an das von Jupp Schmitz eigentlich zur Währungsreform 1948 ersonnene Lied „Wer soll das bezahlen?“

    Mitte April und zuletzt Ende November dieses Jahres hat der Gemeinderat auch den Ausbau unserer Breitbandversorgung beschlossen. Somit werden wir in stark einem Jahr in der ganzen Gemeinde Geschwindigkeiten von 50 bis 100 Mbit/s haben. Schwerpunktmäßig werden zunächst die von KabelBW nicht versorgten Gebiete sowie die Gewerbeschwerpunkte im Bereich Steinäcker. Die jetztigen Beschlüsse stellen gleichzeitig auch die Weichen für eine nach heutigen Maßstäben unlimitierte Glasfaseranbindung nach dem FTTB/H – Standard – „Fibre to the home / building (Glasfaser bis in die Wohnung / bis ins Gebäude). Auch wenn der ein oder andere Gemeinderat nicht mit den hohen und in Teilen gestiegenen Kosten konform ging, so ist diese Entscheidung vor allem aber im Hinblick auf den Gewerbestandort Friolzheim (den wir explizit im Gemeinderat so wollten und wollen) richtig, zukunftsweisend und ohne Alternative!

    Im Spätsommer wurde es endlich wahr, was wir uns seit Jahren gewünscht hatten: Mit der Sanierung unserer Ortsdurchfahrt können wir das Thema Straßensanierung rund um Friolzheim erst einmal zu den Akten legen. Alle für Friolzheim und seine Einwohnerinnen und Einwohner wichtigen Straße sind ausgebaut (OD, Landesstraßen, Autobahn) oder fallen Dank der landesgrünen Streichorgie im Straßenbau zum Opfer. Kämpfen müssen wir weiterhin für den verbesserten Lärmschutz im Westen Friolzheims, den Umbau der Diebkreuzung  sowie dem Ausbau der Landesstraße über den Betzenbuckel (beide siehe Streichorgie). Die Aufwertung bzw. Sanierung unserer Grünanlagen, namentlich an der Ortsdurchfahrt, ist dabei auch ein wichtiges Thema!

    Bürgerbeteiligung: Sie kommt endlich in Fahrt und fand ihren Auftakt in einem „Brainstorming“ mit unseren Vereinen und einer daraus resultierenden Analyse unseres Sport- und Kulturbereichs rund um die „Eiche“. Im Herbst wurde nun auch ein Fachbüro ausgewählt, das Anfang kommenden Jahrs den eigentlichen Beteiligungsprozess initiiert und moderiert. Themen gibt es genug: Verkehr, Marktplatz mit „Gerstner-Haus“, Sportanlagen, Gemeindeentwicklung. Ich hoffe, viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich von diesen wichtigen Themen angesprochen und bringen sich aktiv ein.

    Mitte Oktober konnte ich einen Haken unter ein Thema setzen, das wie kaum ein anderes die Menschen im Ort bewegt hat. Die ärztliche Versorgung. Mit Dr. Pitsch ist uns nach einer längeren und beschwerlichen Suche ein guter Mediziner „ins Netz“ gegangen, der sich inzwischen ganz gut bei uns eingelebt hat. Im Ort hört man viele positive Stimmen, im Pflegeheim ist er präsent und in einem kürzlich veröffentlichten Interview ließ er nicht verlauten, er denke mit seinen 62 Jahren noch lange nicht ans Aufhören und könne sich einen Einzug in das ebenfalls für 2013 geplante „Gerstner- Haus“ am Marktplatz gut vorstellen. Eine weitere Lücke in der „Versorgung“ unserer Bürgerinnen und Bürger konnte 2012 ebenfalls geschlossen werden: Mit Pfarrer Fritz bekam die evangelische Kirchengemeinde nach fast zwei Jahren Vakanz wieder einen Seelsorger. Aufgefallen war dessen Fehlen aber eigentlich nicht: Mit Dekan i. R. Fritz hatten wir einen Teilzeitpfarrer in der Gemeinde, der positiv viel von sich reden gemacht hat!

    Das Interkommunale Gewerbegebiet ist voll! Auch wenn in unserem mit Mönsheim gemeinsam entwickelten Gewerbegebiet im „Dieb“ noch so manche Freifläche klafft, so sind doch zwischenzeitlich alle Flächen vermarktet. Mit den Automotive-Dienstleistern Bertrandt und MBTech haben wir beispielsweise einen besonders guten Fang gemacht. Sie haben sich teilweise flächenmäßig in großem Stil eingekauft, was auf ein langfristiges und wachsendes Engagement im Heckengäu schließen lässt. Ebenfalls erfolgreich vermarkten konnte die Gemeinde ds neue Wohnbaugebiet „Lüsse II“. Wen wundert´s: Bezahlbare Flächen, gute Zuschnitte und eine tolle Südlage mit Blick auf das Naturschutzgebiet. Im Gemeinderat müssen wir uns angesichts der Großansiedelungen von Porsche und Bosch fragen, ob wir an dieser positiven Entwicklung partizipieren wollen, indem wir über weitere Erschließungen Neubürger in die Gemeinde locken.

    Eine bemerkenswerte Veranstaltung war der im September durchgeführte Gesundheitstag, organisiert von Polizei, der Allgemeinmedizinerin Dr. Diana Meichel aus Serres sowie der Gemeindeverwaltung war der gut besuchte 1. Friolzheimer Gesundheitstag. Gesundheit und Prävention in verschiedenen Facetten war Thema dieses Tags, der 2013 seine Fortsetzung finden soll.

    Ein guter Schluss ziert alles, pflegte meine Deutschlehrerin zu sagen! Bitte schön: Kultur boomt in Friolzheim: Neben dem regen und bekannt guten Vereinsleben in unserer Gemeinde hat der im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Kulturkreis mit allerhand Veranstaltungen unsere Zehntscheune gefüllt: Jazzbrunch, Vernissagen, Lesungen, Diavorträge, Konzert und noch viel mehr. Der Spieleabend von Gemeinderat und Kulturkreis-Aktivem Michael Welsch findet in seiner Beliebtheit bereits in Nachbarorten Nachahmer. So ergänzen sich Zehntscheune und Kulturkreis ideal und bringen das Friolzheimer Kulturleben nach vorne. Ein tolles Beispiel für aufopferndes ehrenamtliches Engagement – Chapeau!

    Ein kurzer Rückblick sollte es werden…naja! Weniger ging nicht, es war eben doch so einiges los bei uns! Ein Rückblick, der Appetit auf 2013 macht – ich freue mich drauf!

    Dieser Artikel wurde am 18. Dezember 2012 um 00:00 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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