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    Verfasst am 30.01.2013

    von Michael Seiß

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    Reichskanzler Hitler und Reichspräsident Hindenburg im März 1933 nach der Machtergreifung auf dem Tag von Potsdam

    Vor genau 80 Jahren, am 30. Januar 1933, begann in Deutschland eine Entwicklung, die unser Land ins Unglück stürzte, Millionen Menschen auf der ganzen Welt das Leben kostete und eine Verbrechensorgie startete, wie sie die Welt bis dato noch nicht erlebt hatte. Sie wissen, was damals geschah: Adolf Hitler wurde vom damaligen Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Kanzler eines wirtschaftlich geschwächten, politisch zerrissenen und demokratiemüden Deutschlands ernannt. Was dann folgte, ist uns hinlänglich bekannt und kann in einer Vielzahl Publikationen, TV-Berichten, Diskussionen und Veranstaltungen dieser Tage nochmals nachvollzogen werden.

    Als politisch und historisch interessierter Mensch beschäftigte mich das Thema Hitler und der Nationalsozialismus vom Geschichtsunterricht über die Abiturprüfung bis heute: Immer wieder gab es neue Erkenntnisse, veränderte Blickwinkel, wissenswerte Details zum Thema. Weitestgehend offen bleibt aber noch heute die Frage, wie nahezu ein ganzes Volk so unbedarft und bis zum Schluss mehr oder minder fanatisch in einen Krieg ziehen konnte, an dessen Ende der Untergang einer ganzen Nation stand, wie so viele Menschen der damaligen Zeit zu Verbrechern am eigenen Volk und vor allem an Minderheiten und religiös Andersdenkenden werden konnten. Das alles in einer Epoche der aufgeklärten Neuzeit, vor gerade einmal 80 Jahren und damit erdgeschichtlich vor einem Wimpernschlag.

    Diese 12 Jahre, 3 Monate und 9 Tage haben Deutschland und die ganze Welt verändert. Dieser historischen Tatsache verpflichtet uns Menschen, die wir uns heute als sozial, gerecht, tolerant, mündig und aufgeklärt sehen, zum Innehalten, zur Information und Reflexion und den daraus richtigen Schlussfolgerungen! Diese dürfen sich nicht nur um Dankbarkeit für nahezu 70 Jahre Frieden und Demokratie drehen, sie sollten uns auch davon überzeugen, nachhaltig für Frieden und Demokratie einzustehen!

    Dieser Artikel wurde am 30. Januar 2013 um 19:00 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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