• Aufruhr im Heckengäu? Streit um unsere in großer Zahl vorhandenen „Rumpelpisten“? Oder gar die Bevorzugung eines erfolgreichen und in Expansion begriffenen Autobauers?

    Nichts voll alledem! Aber der Reihe nach…

    Am Gründonnerstag vermeldete die LKZ eine Initiative der Landräte des Enzkreises sowie des Landkreises Böblingen, die mehr als marode Landesstraße 1180 zwischen der „Diebkreuzung“ in Heimsheim sowie Rutesheim-Perouse alsbald in Stand setzen zu wollen. Dafür wolle man sich bei der Regierunspräsidentin des Bezirks Karlsruhe einsetzen. Als alleinigen Grund wurden die MitarbeiterInnen des Porsche-Entwicklungszentrum Weissach ausgemacht, die diesen Straßenabschnitt in großer Zahl befahren würden. Aber tun sie das wirklich?

    Fakt ist, dass sich die Verkehrsbelastung auf dieser Strecke seit Öffnung der A8-Anschlussstelle Rutesheim nahezu halbiert hat. Geht man von besagtem „Diebkreuzung“ (der Knotenpunkt von L1180 und L1134 auf Heimsheimer Gemarkung) aus und möchte in Richtung Rutesheim / Stuttgart oder kommt umgekehrt aus Richtung Stuttgart mit Fahrtrichtung Entwicklungszentrum, so nutzt der durchschnittliche Fahrer dafür die A8 bis Heimsheim sowie die frisch sanierte L1134 Richtung Mönsheim und nicht besagte „Rumpelpiste“. Und ausgerechnet dieser Abschnitt soll nun höchste Priorität haben?

    Mein Heimsheimer Kollege Jürgen Troll und ich sagen dazu klar „nein“! Mit der L1175 über den Betzenbuckel, die L1179 zwischen Perouse und Hausen sowie dem geplanten, aber auf unbestimmte Zeit verschobenen Umbau der „Diebkreuzung“ zum „Diebkreisel“ als Beispiele gibt es wichtigere Themen im Straßenbild des Heckengäus, die in Angriff zu nehmen sind! Diese Abschnitte und Bereiche werden tagtäglich vielfach von gewerblichem Verkehr, von Pendlern und vom Öffentlichen Personennahverkehr genutzt und sind damit genauso wichtig wie die weitere Sanierung einer Straßenverbindung in Richtung Weissach! „Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen“ muss die Maxime sein, unter der vorgegangen werden muss! Der einsame Vorstoß unserer Landräte ist zwar dem Grunde nach durchaus lobenswert, gleichzeitig aber ärgerlich, da die beiden es versäumt haben, die betroffenen Gemeinden mit ins Boot zu holen, um das „dicke Brett“ Straßenbau gemeinsam zu bohren. Nun ja, was noch nicht ist…

    Ich würde mich auf jeden Fall freuen, eine Diskussion angestoßen zu haben, an deren Ende hoffentlich und endlich die Sanierung möglichst vieler „Rumpelpisten“ im Heckengäu stehen würde! Verdient hätte es wahrlich nicht nur die L1180! Was meinen Sie?

    Die Zeitungsartikel der Pforzheimer Zeitung (PZ 25-04-2014) sowie der Leonberger Kreiszeitung (LKZ 25-04-2014) können sie hier durch einen Klick auf den jeweiligen Link einsehen.

     

    Dieser Artikel wurde am 25. April 2014 um 22:10 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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