Es gibt Tage, die fangen unscheinbar an und enden als besondere Momente, die in einem Bürgermeisterleben in Erinnerung bleiben. Ein solcher Tag war dieser Dienstag, der 13. Oktober 2009 ohne Zweifel!
Am heutigen Tag fand nämlich ein Treffen zwischen dem Regierungspräsidium Karlsruhe, dem Landratsamt Enzkreis sowie den Gemeinden Friolzheim, Heimsheim und Mönsheim statt. Darin wurde erneut über die Ausgestaltung des Kreuzungsbereichs L 1180 / L 1134 (”Diebkreuzung”) sowie einen von dieser Kreuzung bis zur Busschleife an der Anschlussstelle Heimsheim der A 8 führenden Radwegs gesprochen. Der Gesprächskreis wurde im vergangenen Jahr von den Gemeinden Friolzheim und Heimsheim initiiert und von Seiten des Landratsamtes koordiniert.
Nachdem in den vergangenen Jahren von Seiten des Regierungspräsidiums immer wieder eine Kreisellösung im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten sowie die Eingriffe in die umgebende Natur abgelehnt wurde, ist seit dem letzten Treffen im November 2008 in Friolzheim eine von den betroffenen Gemeinden geforderte Untersuchung des Knotenpunktes durch ein externes Planungsbüro durchgeführt worden. Die Ergebnisse wurde heute im Landratsamt vorgestellt und stellen sich wie folgt dar:
1. Ein die L 1134 begleitender Radweg vom bestehenden Weg im Bereich der Busschleife an der Anschlussstelle Heimsheim bis über die L 1180 hinaus in Richtung Mönsheim wird realisiert. Die Stadt Heimsheim prüft eine Weiterführung bis zur Gemarkungsgrenze Heimsheim / Mönsheim, um somit einen Anschluss an den im Bereich des Interkom geplanten Radweg zu realisieren.
2. Im Zuge eines Nahverkehrskonzeptes, das derzeit zwischen Landratsamt und dem Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) entwickelt wird, soll geprüft werden, ob die zwei bestehenden Gewerbegebiete (Interkom, Egelsee) sowie der Bereich Autobahnmeisterei durch entsprechende Bushaltestellen erschlossen werden können.
3. Das aus meiner Sicht absolute Highlight: Im Bereich der so genannten “Diebkreuzung” wird ein Kreisverkehrsplatz gebaut, der sich an der Leistungsfähigkeit der angeschlossenen Landesstraßen orientiert. Dabei wurde eine “Ein-Kreisel-Lösung mit Bypass” in Richtung A 8 sowie eine “Zwei-Kreisel-Lösung” an beiden Knotenpunkten als denkbare Alternativen vorgestellt. Die genaue Ausgestaltung nebst Planung soll in den nächsten eineinhalb Jahren bis zur Fertigstellung der A 8 in Angriff genommen werden.
4. Ein Baustart vor Sommer 2011 ( Abschluss der Bauarbeiten an der A 8 ) ist ausgeschlossen. Danach stehen im Heckengäu folgende Bauprojekte hinsichtlich der zeitlichen Realisierung in Konkurrenz:
- Umbau “Diebkreuzung” zum KVP
- Ausbau der L 1180 in Richtung Perouse
- Ausbau der L 1175 / L 573 in Richtung Heimsheim bzw. Tiefenbronn
Jürgen Skarke vom Regierungspräsidium Karlsruhe geht von einer zügigen Realisierung aller Projekte aus, aufgrund der schwierigen Haushaltslage des Landes geschieht diese Aussage jedoch unter Vorbehalt. Skarke geht zudem davon aus, dass die Reihenfolge wohl Gegenstand einer politischen Entscheidung sein wird. In diesem Kontext habe ich eindringlich darauf hingewiesen, dass nach Einschätzung der Gemeinden Heimsheim und Friolzheim eine eindeutige Priorisierung des Umbaus der unfallträchtigen “Diebkreuzung” zum KVP erfolgen sollte.
Eine Begründung, warum das RP von seiner ursprünglich streng ablehnenden Haltung gegenüber einem KVP an der “Diebkreuzung” abgerückt ist, wurde uns indes nicht gegeben. Jedoch ist das Regierungspräsidium Karlsruhe mit dieser Entscheidung den überzeugenden Argumenten der Gemeinden Heimsheim und Friolzheim letztlich doch gefolgt. Auch wenn heute noch kein genaues Datum für die Realsierung dieses Projekts genannt werden kann, so ist das “ob” ab sofort kein Thema mehr! Ein Erfolg, der auf dem oft zitierten, “langen Bohren dicker Bretter” möglich wurde und auf den wir alle stolz sein können!
Weitere Details werde ich in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen bekannt geben.

