• Die Köpfe rauchten gewaltig am gestrigen Dienstag, als sich auf Einladung meines Mönsheimer Kollegen Thomas Fritsch die Spitzen der an der Werkrealschule Heckengäu beteiligten Gemeinden, die beiden an der neuen Schule beteiligten Leiter(in) aus Mönsheim und Wiernsheim sowie die für die Schülerbeförderung zuständigen Busunternehmer trafen. Nachdem die Schule durch Ratifizierung der Grundsatzvereinbarung Ende 2009 sowie der Genehmigung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung durch die Gremien der beteiligten Gemeinden zum Schuljahr 2010/11 starten kann, war die Beförderung der Schülerinnen und Schüler noch ungeklärt. Das Land als „Schöpfer“ dieser Schulform, die eine Weiterentwicklung der unpopulär gewordenen Hauptschule darstellt, hatte hierbei einmal mehr den Rahmen gesetzt und die Finanzierung der Schülerbeförderung elegant den Kommunen überlassen. Dadurch war das Ausknobeln einer tragfähigen und gleichzeitig kostengünstigen Lösung Pflicht.

    Zunächst sah es jedoch so aus, als wäre genau das ein Ding der Unmöglichkeit. Vorne und hinten passten die Fahrpläne nicht zu den Schulzeiten und umgekehrt. Um für die Hauptzeiten zu Schulbeginn und -ende gerüstet zu sein, sollte auch noch ein neuer Bus her. Dies sollte die beteiligten Gemeinden mit allem Drum und Dran rund 60.000 Euro kosten – jährlich! Eindeutig zuviel, war die einhellige Meinung von uns Bürgermeistern und so rauchten gestern eben die Köpfe. Dies jedoch mit Erfolg: So konnte nach rund zwei Stunden konzentrierten Fahrplanstudiums, dem Hin- und Herschieben von Schulanfangszeiten und einer Vielzahl an Fahrzeitberechnungen eine Lösung gefunden werden, die den Kauf und Betrieb eines zusätzlichen Busses überflüssig macht und somit den Gemeinden lediglich die deutlich geringeren laufenden Betriebskosten je gefahrenem Kilometer aufbürdet. Ein guter Erfolg nicht nur in Zeiten knapper Kassen!

    Lobend hervorheben muss man bei der Lösung dieser schwierigen Aufgabe vor allem zwei Akteuere: Die Chefs der beteiligten Busunternehmen, allen voran unser Friolzheimer Karl-Heinz Seitter, die sich mit kreativen und kontruktiven Vorschlägen in die Verhandlungen eingebracht haben und so maßgeblich zu deren Erfolg beigetragen haben. Ein Dank geht auch an das Landratsamt Enzkreis, das in Person von ÖPNV-Fachmann Klaus Behringer gut vertreten war und mit einem nicht unerheblichen Betrag an der Finanzierung der Schülerbeförderung für unsere neue Werkrealschule beteiligt sein wird!

    Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2010 um 22:21 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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