• Ein Flächennutzungsplan (FNP) ist vorbereitender Bauleitplan und stellt die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung einer Gemeinde dar. Er ist das Ergebnis eines grundsätzlichen politischen sowie fachlichen Planungsprozesses einer Gemeinde. Seine Inhalte richten sich nach den Vorschriften des § 5 des Baugesetzbuches (BauGB).

    Der Flächennutzungsplan entfaltet keine unmittelbare rechtliche Wirkung gegenüber dem Bürger, sondern enthält lediglich behördenintern bindende Vorgaben hinsichtlich des Inhalts von Bebauungsplänen sowie unverbindliche Hinweise zur Entscheidung über Genehmigungen von Vorhaben. Flächennutzungspläne müssen von der übergeordneten Verwaltungsbehörde (in der Regel Bezirks- oder Landesverwaltung) genehmigt werden und sind für die Entwicklung nachgeordneter Planwerke bindend.

    Bei der Aufstellung oder Änderung eines Flächennutzungsplanes sind die übergeordneten Ziele der Raumordnung, Landes- und Regionalplanung zu beachten. Die Darstellungen (Inhalte) des Flächennutzungsplans sind nicht flächenscharf, das heißt, dass weder Flurstücksgrenzen abgebildet noch Flurstücksnummern angegeben werden.

    Dargestellt werden im Flächennutzungsplan beispielsweise:

    – Flächen, die zur Bebauung vorgesehen sind, untergliedert nach Nutzungsarten: Wohnbauflächen (W), gemischte Gebiete (M), gewerbliche Bauflächen (G), Sonderbauflächen (S)
    – Flächen für Versorgungsanlagen und Gemeinbedarfseinrichtungen (z.B. Kläranlage, Umspannwerk, Kirche, Sportplatz, Kultureinrichtungen)
    – überörtliche Verkehrsflächen (Autobahnen, Bundesstraßen, Ausfallstraßen)
    – Grünflächen (z. B. Parks, Kleingärten, Sportplätze, Friedhöfe)
    – Wasserflächen (z. B. Seen, Häfen, Hochwasserschutzanlagen)
    – Landwirtschaftliche Flächen und Wald
    – Flächen für Nutzungsbeschränkungen (z. B. Abstandsflächen)
    – Flächen für Aufschüttungen, Abgrabungen und zur Gewinnung von Bodenschätzen
    – Flächen zum Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft

    Ein Flächennutzungsplan muss immer eine Begründung beinhalten, in der die Gründe für die gewählten Darstellungen dargelegt sind.

    Nach dem Baugesetzbuch sind Bürger sowie Verbände möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung zu unterrichten. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, sich zur Planung zu äußern und Änderungsvorschläge einzureichen. Die eingereichten Stellungnahmen sind mit anderen Interessen abzuwägen, bevor der Plan genehmigt werden kann. Das Beteiligungsverfahren bei der Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung eines Flächennutzungsplanes läuft in der Regel über zwei Stufen:

    * frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung
    * öffentliche Auslegung des Planentwurfes

    Ergänzend zur Beteiligung der Öffentlichkeit sind Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange zur Abgabe von Stellungnahmen zur Planung aufzufordern.

    Quelle: Wikipedia

    Dieser Artikel wurde am 19. November 2010 um 09:21 Uhr verfasst und gelistet unter Allgemeines. Sie können alle Kommentare über den RSS Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Website setzen.
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    1. […] Wissen kompakt: Was ist ein Flächennutzungsplan?Schülerbeförderung für Werkrealschule Heckengäu auf gutem WegDer Friolzheimer Seegraben – Gewässer der Missverständnisse? […]

    2. […] der Flächennutzungsplan (FNP) einer oder mehrerer Gemeinden darstellt, dazu sei noch einmal mein Beitrag vom November letzten Jahres in Erinnerung gerufen. Nachdem der letzte FNP im Jahre 1999 beschlossen […]

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