Auch in den kommenden Jahren gibt es viel zu tun in Friolzheim! Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über meine Ideen und Ziele für Friolzheims Zukunft, in die ich gemeinsam mit Ihnen gehen möchte! Die Erläuterungen in kursiver Schrift sollen Ihnen den aktuellen Stand aufzeigen.

Friolzheims Zukunft gemeinsam gestalten

Friolzheim ist eine Gemeinde mit einem hohen Standard an öffentlichen Einrichtungen. Wie das Friolzheim der Zukunft aussehen kann, wurde 2015 in einem Gemeindeentwicklungsplan festgehalten, den Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung gemeinsam entwickelt haben.

Die Bürgerbeteiligung ist ein großer Erfolg! Nach der Ideenwerkstatt im Sommer 2013 ist der darauf basierende Gemeindeentwicklungsplan als das selbstverpflichtende Element der künftigen Arbeit im Gemeinderat inzwischen verbindlich beschlossen. Friolzheims Zukunft – gemeinsam von Bürgerschaft und Gemeinderat entwickelt: Das kann sich sehen lassen!

Der Marktplatz – attraktives Zentrum unserer Gemeinde

Zwischen Rathaus, Zehntscheune und dem im Bau befindlichen evangelischen Gemeindehaus gelegen, möchte ich dem in die Jahre gekommenen Marktplatz ein anderes Gesicht geben und damit wieder neu zum Leben erwecken! Vielfältige Nutzungen, vom bunten Markttreiben über Wohn- und Freizeitnutzung bis hin zu kulturellen Veranstaltungen sollen in einer ansprechend gestalteten Ortsmitte zu einem attraktiven und modernen Dorfzentrum verschmelzen.

Der erste Abschnitt rund um Kirche, Gemeindehaus und Zehntscheune ist im Herbst 2011 fertiggestellt worden. Die weiteren Abschnitte sind geplant und vom Gemeinderat gebilligt. Die Neubebauung des „Gerstner-Areals“ mit einem Wohn- und Geschäftshaus ist inzwischen fertiggestellt.

Ein weiterer Antrag auf Förderung der Umgestaltung aus Mitteln des Landessanierungsprogramms wurde im Frühjahr 2013 gebilligt. Damit fließen weiterhin maßgebliche Fördermittel nach Friolzheim. Unsere Gemeinde hat in meiner Amtszeit mehrere Millionen Euro an Fördergelder erhalten! Neben privaten Sanierungsvorhaben steht in diesem Zusammenhand auch die dringend nötige Sanierung des Rathauses vor allem in energetischer und barrierefreier Hinsicht für das Jahr 2016 an.

Verkehr

Friolzheim wird von drei Landesstraßen durchschnitten und liegt zudem unmittelbar an der Autobahn. Diese Bedingungen stellen für unsere Gemeinde, vordergründig betrachtet, eine Belastung dar. Andererseits „lebt“ Friolzheim durch seine gute Verkehrsanbindung. Durch bestmöglichen Schutz wird der Lärm der A8 „ausgesperrt“, gleichzeitig muss eine zügige Neugestaltung wichtiger Bereiche der Ortsdurchfahrt Belastungen verringern und die Sicherheit erhöhen. So ist der Umbau der Fußgängerüberwege in der Wimsheimer Straße sowie in der Leonberger Straße, Ecke Brühlstraße aus Sicherheitsgründen nach wie vor wünschenswert. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist ausreichend, aber nicht gut ausgebaut und hat reichlich Potential!

Die Friolzheim durchquerenden Kreis- und Landesstraßen wurden in 2012 saniert bzw. sind in einem guten Zustand. Der Lärmschutz hat sich entlang der Autobahn deutlich erhöht, an seiner Optimierung westlich (entlang der Kreisstraße 4565) und östlich der Kleintierzuchtanlage arbeite ich zusammen mit dem Gemeinderat weiter. Die Sanierung der L 1175 über den „Betzenbuckel“ ist teilweise erfolgt, der Abschnitt zwischen Friolzheim und dem Abzweig nach Tiefenbronn ist für 2018 zugesagt worden. Als Erfolg zeigt sich zwischenzeitlich der Ende 2015 vollendete Kreisverkehr an der ehemaligen „Diebkreuzung“. Jedoch muss der Verkehr entlang der L 1134, insbesondere im Bereich der Autobahnzufahrten optimiert werden, um den zunehmenden Verkehr staufrei zu bewältigen.

Im Frühjahr 2017 wurde im Kreistag die Verbesserung des ÖPNV im Heckengäu beschlossen. Dies kann aber nur ein erster Schritt sein! Weitere wichtige Punkte, die es umzusetzen gilt, sind eine verbesserte Anbindung an den VVS, eine für Pendler attraktive Andienung bestehender sowie projektierter Gewerbegebiete sowie die Konzeption einer überregionalen Schnellbuslinie wie zum Beispiel einer Verbindung vom Bahnhof in Vaihingen / Enz über das Entwicklungszentrum Weissach sowie die Gewerbegebiete im Heckengäu hin zur S-Bahn nach Renningen oder Malmsheim!

Kinder- und Jugendarbeit

Seit 2013 ist der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder ab einem Jahr Realität. Seit meinem Amtsantritt wurde das Betreuungsangebot in den Friolzheimer Kindertageseinrichtungen konsequent ausgebaut, umfangreiche Angebote in der Ganztags-, Hort- und Kleinkindbetreuung sind schon heute selbstverständlich in unserer Gemeinde. Damit gehören wir zu den führenden Kommunen des Enzkreises in diesem Bereich! Auch in den kommenden Jahren werden die Betreuungsangebote unter Berücksichtigung der Gemeindefinanzen weiter ausgebaut, um sowohl für Eltern von Kindergartenkindern als auch für diejenigen von Schulkindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Rahmen der Möglichkeiten unserer Gemeinde zu ermöglichen. Der Krippenneubau ist fertiggestellt und wird seit Frühjahr 2014 genutzt. Ebenso fertiggestellt ist der Neubau des Horts an der Grundschule, der seit Anfang 2015 in Betrieb ist.

Viel wurde in den letzten Jahren mit erheblichem Aufwand realisiert und dabei die Gemeindefinanzen stark strapaziert. Dennoch wird auch weiterhin investiert: Als nächstes Projekt steht der Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Kita an, das dafür benötigte Gebäude wird im Herbst 2017 fertig.  Ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellt wird nahe der Grundschule ein weiteres Gebäude für zwei weitere Kitagruppen sowie die Kernzeitbetreuung.

Das im Jahr 2008 eröffnete neue Jugendhaus besitzt Modellcharakter im ganzen Enzkreis und darüber hinaus. Zusammen mit unserem Jugendpfleger ist die Jugendarbeit in Friolzheim eine Erfolgsgeschichte geworden! Neben den Aktivitäten im Jugendhaus wird die Arbeit mit unserer jungen Generation mobil und sich über die gesamte Gemeinde erstrecken. Der Alkoholprävention wird dabei auch außerhalb von Modellprojekten ein hoher Stellenwert eingeräumt. Unsere „Zukunftsgeneration“ muss sich akzeptiert fühlen und in der gesellschaftlichen Mitte „ankommen“ – natürlich auch durch eigene Anstrengung, die es weiter einzufordern gilt!

Jugendpfleger Roland Marquart macht im Jugendhaus einen tollen Job! Unser Jugendhaus ist ein Fixpunkt der Friolzheimer Jugendarbeit geworden und muss weiter nach Kräften unterstützt werden.

Seniorengerechte Gemeindeentwicklung

Mit dem Bau von betreutem Wohnen und dem Pflegeheim „Schwester-Karoline-Haus“ wurden die ersten Meilensteine auf dem Weg zu einer seniorengerechten Gemeinde gesetzt. Unsere Gemeinde „fit“ für die älteren Generationen zu machen, ist eine bedeutende Zukunftsaufgabe. Daher gilt es in den kommenden Jahren, den Bewegungsradius unserer älteren Generation vor allem durch bauliche Maßnahmen Schritt für Schritt zu erweitern. Öffentliche Gebäude und Freiflächen müssen noch mehr als schon heute barrierefrei gebaut oder umgebaut werden, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Alltag zu entlasten.

Mit dem abschnittweisen Umbau des Marktplatzes soll mehr Fußgängersicherheit in der Ortsmitte einkehren. Die umgebaute Zehntscheune ist barrierefrei ausgebaut worden, das bisher wenig senioren- und auch behindertengerecht ausgebaute Wahllokal im Sitzungssaal des Rathauses wurde in die Zehntscheune verlegt. Das Rathaus wird derzeit barrierefrei umgebaut. In mehreren Bereichen unserer Gemeindestraßen wurden Bordsteine bereits abgesenkt, um sie für RollstuhlfahrerInnen und NutzerInnen von Rollatoren nutzbar zu machen. Weitere werden bei Bedarf folgen. Der neue Gehweg entlang der südlichen Schulstraße wurde fertiggestellt.

Ehrenamtliches Engagement

Unsere Vereine, Kirchen und ehrenamtlich organisierten Institutionen sind das Fundament für die kulturelle Vielfalt in unserer Gemeinde. Sie auch in Zukunft nachhaltig zu unterstützen, bleibt für mich auch weiterhin eine wichtige Aufgabe! Daneben muss das ehrenamtliche Engagement als unerlässliche Grundlage für die Arbeit in den Vereinen noch mehr in den Vordergrund rücken. Es soll daher künftig im Mittelpunkt eines regelmäßigen Ehrungstages stehen, an dem besondere ehrenamtliche Leistungen durch Verleihung eines Preises auch besonders gewürdigt werden.

Der Gemeinderat hat meinen Vorschlag zur Einführung eines Ehremamtspreises leider abgelehnt. Ich setze mich aber weiterhin für die Schaffung einer regelmäßigen Veranstaltung ein, um unsere ehrenamtlich Aktiven in einem würdigen Rahmen wertzuschätzen. Zur Förderung der Kultur in der Gemeinde hat sich ein Kulturkreis gebildet, der von der Gemeindeverwaltung maßgeblich finanziell und logistisch unterstützt wird. Dieser trägt sehr erfolgreich und vielseitig zum Kulturleben unserer Gemeinde bei. Jüngst engagieren sich weitere Frauen und Männer im neu gegründeten Arbeitskreis Asyl, um die Herausforderungen im Zuge des Flüchtlingszustroms positiv zu begleiten.

Wirtschaft und Gewerbe

Friolzheim ist seit 14 Jahren schuldenfrei, finanziell gesund und kann dank einer besonnenen Ausgabenpolitik sowie der  sich positiv entwickelnden Steuereinnahmen vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken! Eine wichtige Grundlage dafür schaffen unsere zahlreichen Unternehmen und Handwerksbetriebe mit ihrer erfolgreichen Tätigkeit. Friolzheim muss auch weiterhin attraktiv sein für die bereits ortsansässigen Betriebe, dies wird sichergestellt durch einen kurzen Draht zur Verwaltungsspitze und sehr günstige Steuersätze, die auch in Zukunft niedrig bleiben sollen. Daneben muss die Gemeinde ihren Standortvorteil, an der europäischen Verkehrsachse A 8 zu liegen, auch weiterhin nutzen und sowohl für Erweiterungen bestehender Betriebe als auch für Neuansiedlungen über attraktive Flächen verfügen. Zur weiteren Erhöhung der Standortqualität ist der konsequente Ausbau der Breitbandversorgung unabdingbar. In Neubaugebieten wird dieses Vorhaben bereits konsequent umgesetzt.

Nach der vollständigen Vermarktung des Gewerbegebiets Kolbenäcker wurde südlich der Landesstraße das Gebiet „Steinäcker-Ost“ erschlossen, dessen Flächen vorrangig vor allem ortsansässigen Betrieben und Gewerbetreibenden zur Verügung gestellt wurden. Die Plätze im Interkommunalen Gewerbegebiet im Mönsheimer „Dieb“ sind sämtlich verkauft. Mit der Ansiedlung der Firma Bertrandt konnten wir ein international renommiertes Unternehmen ansiedeln, das in den kommenden Jahren plant, mehr als 2.000 hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Ergänzend wird in den kommenden Jahren mit der „Reute“ das zweite Teilgebiet des Interkom erschlossen. Mit der Porsche AG konnten wir einen wirtschaftsstarken und renommierten Investor gewinnen, der sich in naher Zukunft ansiedeln wird. Die Breitbandversorgung wird nach den wegweisenden Beschlüssen im Gemeinderat auf eine solide und zukunftssichere Glasfaserbasis gestellt. Mit dem Zweckverband Breitbandversorgung des Enzkreises begeben wir uns neben dem Leitungsbau auf die Suche nach einem Betreiber der neuen und so zukunftswichtigen Infrastruktur. Die Arbeitsgeschwindigkeit des Zweckverbandes muss dabei deutlich erhöht werden, um rasch voranzukommen! Ergänzend dazu erfolgt noch in diesem Jahr der lang ersehnte Breitbandausbau durch die Telekom im gesamten Ortsbereich auf zeitgemäße Bandbreiten jenseits der 50 MBit/s.

Mensch, Umwelt und Natur

Unsere natürlichen Ressourcen sind endlich und bedürfen in den kommenden Jahren zunehmend unseres Schutzes. Die Hege von Wald und Flur z. B. durch qualitative Aufwertung von Waldflächen oder die Anlage von weiteren Biotopen behalten – wie bereits in den letzten Jahren – einen hohen Stellenwert. Die Belange der Landwirtschaft gilt es dabei nach Möglichkeit zu berücksichtigen.

Das Heckengäu, in dessen Mitte Friolzheim liegt, wird mehr und mehr als Naherholungsgebiet anerkannt und genutzt. Mit der Einrichtung und dem bereits erfolgten Ausbau des Waldinformationspfades sowie der umfassenden Radwegebeschilderung wurde diesem Umstand in den letzten Jahren bereits Rechnung getragen. Die Ausweisung etwa von Lauf- und Walkingwegen sowie der Neubau von Radwegeverbindungen, um bestehende Lücken im Wegenetz zu schließen, schaffen zusätzliche, attraktive Angebote für Erholungssuchende und Sportbegeisterte.

Die Bestückung unserer Lärmschutzwälle an der Autobahn mit Photovoltaik-Modulen wurde von der Landesregierung praktisch abgelehnt. Im Bereich des gemeindeeigenen Lärmschutzwalls im Westen Friolzheims bleiben wir aber an diesem zukunftsweisenden Energieprojekt dran! Aufgrund der geringen Windhöffigkeit und der überschaubaren Größe unserer Gemarkung werden sich keine sinnvollen und siedlungsverträglichen Standorte für Windkraftanlagen finden lassen. Der individuelle Ausbau von Solarenergie unterstützt die Gemeinde nach wie vor im Rahmen der geltenden Bestimmungen und Förderprogramme.

Der Ende Oktober 2012 genehmigte Flächennutzungsplan für das ganze Heckengäu stellt für Friolzheim behutsame und sinnvolle Entwicklungsmöglichkeiten sicher, legt ein Augenmerk auf die mögliche Innentwicklung und berücksichtigt maßgeblich die Belange von Natur- und Umweltschutz.

Eine weitere große Herausforderung der kommenden Jahre wird die Unterbringung der zahlreichen Flüchtlinge sein, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen auch in Friolzheim aufgenommen werden müssen. Bei Bedarf ist einem ortsbildverträglichen und nachhaltigem Wohnungsbau ist dabei unbedingt der Vorzug einzuräumen. Bisher konnten wir die zu uns gekommenen Menschen überwiegend dezentral unterbringen, dies bleibt Priorität und soll nach Möglichkeit auch weiterhin so bleiben.